Dein Ayurveda Tipp für den Winter (vata-kapha-dosha)

Wärme. Ruhe. Und eine nährende Ölmassage.....
Wie fühlt sich Winter an? Die Jahreszeit bevor der Frühling auftaut. Und wie machen wir uns jetzt, gegen Ende des Winters, Energie zugänglich? Frühjahrsmüdigkeit, was ist das eigentlich?
Wenn ich mir die Landschaft betrachte, fällt mir zuerst eine geringere Reizdichte auf. Alles eher in schwarz, grau – weiß gehalten. Je nach Witterung fühlt es sich kalt-windig und rau an, oder feucht-kalt-schwer. Die Bewegungsabläufe im Körper fühlen sich nicht mehr so geschmeidig an und zuweilen sind sie beeinträchtigt oder sogar gestört. Ebenso werden Stimme, Atmung und Verdauung von den vorherrschenden Bio-Energiequalitäten der auslaufenden winterlichen Natur beeinflusst. Wir befinden uns in einer ständigen hormonellen Anpassung, im Sparmodus ist auch unser Stoffwechsel verlangsamt.
Gemäß Ayurveda, der Wissenschaft vom langen gesunden Leben, dominieren im Winter, je nach Witterung, die bio- energetischen Kräfte Vata und Kapha. Die Doshas sind Energieprinzipien, die Körper, Geist und Verhalten steuern, also auf unser gesamtes Wohlbefinden wirken. Bei Dysbalancen kommen wir dann leicht in ein körperliches und emotionales Ungleichgewicht.
Die Eigenschaften vom Vata-Dosha sind kühl, trocken, beweglich und leicht. Die Elemente Luft und Äther herrschen.
Da unser Nervensystem von der Vata-Bioernergie reguliert wird, reagieren wir nun empfindlich auf Stress oder wenn wir uns zu viel vornehmen.
Daher ist Vata auch auf emotionaler Ebene, zum Beispiel in Form von Ängsten, innerer Unruhe, schneller Erschöpfung und Gedankenkreisen zu erkennen. Nun brauchen wir Pausen für Entspannung und Rückzug.
Vata wirkt sich also besonders auf Nerven, Nahrungsaufnahme und Bewegungsabläufe aus.
Die Qualitäten vom Kapha-Dosha sind schwer, träge und feucht.
Es ist nicht die Jahreszeit für energiezehrende „Dauerläufe“.
Wärme auf allen Ebenen, in der Nahrung, Kleidung, ebenso geistig und sozial, unterstützt die Energieumwandlung und nährt unser Wohlbefinden.
Umfassende, nährende Wärme, sowie kleine, kurze Energie-Inputs mit Bewegung und sanftem Kraftaufbau, wohltuende Gemeinschaft positiv ausgerichteter Menschen mit Herzenswärme, unterstützen unser Immunsystem und lassen uns unseren eigenen gesunden Rhythmus finden.
Ayurveda betrachtet Nahrung als Medizin und empfiehlt, im Winter die Geschmacksrichtungen süß und salzig zu beherzigen.
Sorry, damit sind keine Schokolade und Chips gemeint… :-)
Die ayurvedische Wissenschaft gibt eine Fülle an einfachen, praktischen Möglichkeiten um unser Wohlbefinden im Winter zu erhalten, „Erkältungen“ vorzubeugen und eine gesunde Basis für einen energiereichen Frühling und Sommer zu schaffen.
Typisch für diese Jahreszeit. Aber welcher Typ bin ich denn? Wie reagieren Geist, Körper und Gemüt auf die Energiekräfte der winterlichen Natur. Typisch Erkältung? Typisch Lethargie? Oder nervliche Unruhe? Und der Darm? Warum sind diese Störungen so typisch wenn der Frühling naht?
Gerät die individuelle Konstitution der 3 Energieprinzipien aus dem Gleichgewicht, sind wir anfällig für körperliche und psychische Dysbalancen. Wir sind nicht mehr in Einklang mit den Gesetzmäßigkeiten der auf uns einwirkenden äußeren Natur. Ein Zuviel an Schwere, Trockenheit oder Kälte in der Nahrung, unangemessene Kleidung (sieht cool aus, hält mich aber innerlich nicht warm) oder einem Zuviel an unverdaulichem Input, körperlich wie mental, hat Folgen für die natürliche Selbstregulationsfähigkeit. Auch ist diese Jahreszeit nicht für ein Übermaß an körperlicher oder geistiger Anstrengung geeignet.
Reaktionen bei Vata-Dysbalancen können dann im Winter trockener Schnupfen, Husten oder eine „angekratzte, überreizte“ Stimme, sein. Andere Typen wiederum, reagieren mit schleimigen Infektionen, wenn ein Übermaß an Kapha und Ama (körperliche und geistige Stoffwechselschlacken) über den Winter angesammelt wurden. Dies schwächt das Verdauungsfeuer, Vieles kann nicht mehr verdaut werden, Nährstoffe werden nicht mehr richtig absorbiert. Da nutzt uns das beste Bioessen nichts.
Das Verdauungsfeuer braucht einen starken Impuls um sich bei nass-kaltem Wetter durchzusetzen.
Zu viel im Winter angesammeltes Kapha (Schwere, Trägheit, Kälte, Feuchtigkeit, schweres Essen) schwächt das Verdauungsfeuer (Agni) und die angesammelten Stoffwechselschlacken blockieren Körper und Geist. Wir nennen das Frühjahrsmüdigkeit.
Da kommen die Vitamine in den kalten Smoothies auch nicht mehr da an wo sie gebraucht werden.
Um die bio- energetischen Kräfte vom Vata-Dosha im Gleichgewicht zu halten brauchen wir regelmäßige Routinen und Rhythmen. Zuviel Input und Unruhe bringen Vata aus der Balance und verstärken Nervosität. Regenerationszeiten mit ruhigen Körperübungen einzuplanen ist Gold wert.
Es ist eine gute Idee, Rohkost und trockene Nahrung, wie z.B. Cracker, nur in geringen Maßen zu essen, die Eigenschaften kühl und trocken erhöhen Vata.
Die bevorzugte Geschmacksrichtung ist süß. Süße, wie wir sie z.B. in Karotten, Süßkartoffeln oder Kürbis schmecken.
Wärmende Gewürze, z.B. Zimt, Kreuzkümmel oder Fenchel unterstützen die Umwandlung von Energie und machen unsere Mahlzeiten leichter verdaulich.
Hülsenfrüchte sollten so weich gekocht werden, dass wir sie leicht zwischen den Daumen zu Brei quetschen können. Und wenn die Mahlzeit dann noch alle 6 Geschmacksrichtungen befriedet, lassen sich Kichererbsen und Co gut verdauen. Übrigens sind Zitrusfrüchte im Winter nur in geringen Mengen verträglich, da sie durch ihre kühlende Eigenschaft„Erkältung“ fördern und auch das reinigende Verdaungsfeuer schwächen.
Je nach Konstitutions-Typ empfiehlt Ayurveda ein warmes Frühstück, z.B. süßen Hirsebrei mit gedünstetem Apfel oder Datteln, oder einen köstlichen Haferbrei, oder einen anderen Getreidebrei, auf deinen individuellen Typ abgestimmt.
Die ayurvedische Medizin legt großen Wert darauf, die natürlichen Reinigungsreflexe (Gähnen, Niesen, Hustenreiz, Harn- Stuhldrang) nicht zu unterdrücken um das Gleichgewicht der Doshas zu erhalten und die Selbstregulationsfähigkeit nicht zu blockieren.
Eine nährende und ausgleichende Erfahrung für Körper und Geist ist die wundervolle Ayurvedische Ölmassage.
Sie regulieren das Vata-Dosha.
Ein Highlight im Winter!
Am Abend wirkt eine Fußmassage mit Sesamöl ebenfalls sehr beruhigend und fördert erholsamen Schlaf.
Ich freue mich, wenn dieser Beitrag Dir einen gesund-erhaltenen Impuls in den Frühling hinein geben kann. Und wenn du dir für Körper und Psyche individuelle, auf deine Konstitution abgestimmte Begleitung wünscht, schreibe mir. Auch bei Umstellung hin zu mehr leckerer vegetarischer Ernährung, kann eine Beratung für einen gelungenen Übergang hilfreich sein.
"Lebe in Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen - das ist wahre Gesundheit.
Ayurveda ist nicht nur ein System der Medizin, es ist eine Lebens-Wissenschaft." Swami Sivananda
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